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LKZ 11. November 2011

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Freitag, 11 November 2011

Ludwigsburger Kreiszeitung / Foto: Christian Steiner

EITEL SONNENSCHEIN IM KINDERZENTRUM.

Aufgemacht hat es bereits vor zwei Wochen, jetzt wurde es offiziell eröffnet: das Kinder- und Familienzentrum (Kifaz) auf der Hartenecker Höhe. In lichter Architektur wurde durch einen Haus-in-Haus-Bau aus der ehemaligen Kasernensporthalle ein Schmuckstück auf zwei Geschossen. Während der Raum für die Drei- bis Sechsjährigen ausreicht, sind allerdings schon alle 20 Plätze für unter Dreijährige vergeben.

Gerne ließ sich Helmut Wallmersperger noch vor dem offiziellen Teil von mehreren Gästen überreden, auf zwei Stockwerken mit ihnen durch die hellen Räume der Kindertagesstätte an der Anna-Neff-Straße 1 zu gehen und sein Konzept zu erläutern. „Dieser Umbau war außergewöhnlich“, sagte der Architekt, und erläuterte in seiner Rede, wie er es in dem neuen Kinder- und Familienzentrum auf der Hartenecker Höhe geschafft habe, „eine gute Auseinandersetzung von Alt und Neu“ zu schaffen.Nach knapp 17 Monaten Bauzeit konnte er gestern vor dem Oberbürgermeister Werner Spec, den Bürgermeistern Konrad Seigfried und Hans Schmid sowie zahlreichen Stadträten zeigen, dass sein sanftes Sanierungs- und Neubaukonzept aufgegangen ist. Das Stahlskelett harmoniert mit dem vorhandenen Fachwerk, die in Rot eine Verbindung eingehen. Hier war auch Zimmermeister und Ex-CDU-Stadtrat Wilfried Link mit seiner Tochter aktiv und hatte gleich noch ein Geschenk mitgebracht: Vogelhäuser aus Holz zum Zusammenbauen für die Kinder.Der „Innenraum“, das eigentliche Kinderhaus, befindet sich an einer Seite der Halle. Der „Außenraum“, eine Kaltzone, die für Bewegung und die Besucher des Familienzentrums vorgesehen ist, bildet den Puffer hinaus zum Gartenbereich, der mit 1900 Quadratmetern außergewöhnlich groß dimensioniert ist. Daran schließt direkt ein öffentlicher Spielbereich mit 5000 Quadratmetern an, „der das Abenteuerherz eines jeden höher schlagen lässt“, so Wallmersperger, der gestand, der 15 Meter hohe Turm mit Seilbrücken habe selbst ihn zum Klettern animiert.Das Kinder- und Familienzentrum sei mit dem Umbau der 1936 bis 1939 erbauten Halle ein „unheimlich interessantes, einzigartiges Konzept“, hatte auch Oberbürgermeister Werner Spec zuvor betont. Gemeinsam mit Bau- und Sozialbürgermeistern strahlte er um die Wette, als es darum ging, nach zweieinhalb Jahren – von Beschluss bis Fertigstellung – das Haus einzuweihen: „Sehr funktionale, sehr angenehme, sehr schöne Räume.“ Insgesamt 3,8 Millionen Euro, davon 600 000 Euro für die Einrichtung, hat das Zentrum gekostet. Förderung bekam die Stadt durch das EU-Projekt „Living green“ (300 000 Euro) und vom Land für den Ausbau der U3-Betreuung (240 000 Euro).