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LKZ 17. Januar 2014

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Freitag, 17. Januar 2014

Ludwigsburger Kreiszeitung / Foto: Christian Steiner

BILDBAND MIT NOCH MEHR INFOS.

Christian Steiner hat sein Buch über die Flakkaserne erheblich erweitert

Die Flakkaserne ist verschwunden. Fast nichts erinnert heute noch an die einstige Kaserne zweichen Oßweil und Schlösslesfeld, in der während des Dritten Reichs deutsche Soldaten und danach bis 1991 die US-Army untergebracht war.

Nur noch drei Gebäude - das Offizierskasino, das Wachhaus und die einstige Turnhalle - sind erhalten geblieben. Allerdings wurden Sie erheblich umgebaut und in Ihrer Funktion verändert. Der Rest des Geländes ist komplett mit den Neubauten der Hartenecker Höhe besetzt.

Einer, der sich von Anfang an für die Erinnerung an die heute nicht mehr existierende Kaserne eingesetzt hat, ist Christian Steiner. Er ist im Schlösslesfeld in direkter Nachbarschaft zur Flakkaserne aufgewachsen, hat als Kind bei den US-Soldaten Hamburger und Eis gekauft und mit ihnen Basketball gespielt. „Es ist meine Kindheit, die mich bis heute mit der Flakkaserne verbindet“, sagt er.

Ende der 90er-Jahre und zu Beginn des neuen Jahrtausends, nach Abzug der Amerikanischen Streitkräfte, streunte Stener über das zunehmend verfallene Gelände und machte eine Vielzahl von Fotos, von den heute nichtmehr existierenden Gebäuden und Analgen. Aus diesem Hibby wurde eine Passion, die bis heute anhält.

Einige der Fotos und Videos von der Flakkaserne stellte Steiner vor einigen Jahren ins Internet und erhielt darauf eine riesige Resonanz von damaligen US-Soldaten, die Ihm von Amerika aus Nachrichten schikten und weitere Fotos von dem Areal sehen wollten. Daraus entstand die Internetseite www.flak-kaserne-ludwigsburg.de auf der bis heute knapp 300 ehemalige Soldaten und andere Interssierte miteinander in Kontakt stehen und gemeinsam Erinnerungen und Bilder von der Flakkaserne austauschen. 

Einen Teil dieser alten Fotos ist auch in dem nun überarbeiteten Bildband Steiners über die Flakkaserne abgedruckt. Im Gegensatz zur ersten Version sind auch Texte zur Geschichte der Kaserne, soweie Fotos des aufgesiedelten Neubaugebiets zu sehen. „Mit nun 100 Seiten ist es fast doppelt so dick wie die bisherige Ausgabe“, sagt Steiner.